Hintergründe Lean Management

Lean Management hat seine Wurzeln in Japan.

1894 begann Sakichi Toyoda als gelernter Schreiner Webstühle aus Holz zu fertigen, die nicht nur billiger sondern auch besser als die bisherigen Webstühle zu bedienen waren.

 

Ihm gefiel nicht, dass seine weiblichen Familienmitglieder so hart arbeiten mussten und so machte er sich daran, elektrische Holzwebstühle zu entwickeln.


Inspiriert wurde er interessanter Weise von einem 1859 in England erschienen Buch von Samuel Smiles, in dem die Tugenden Fleiß, Sparsamkeit und ständige Verbesserung am Beispiel von Dampfmaschinen erläutert wurden.


Sakichi Toyoda gilt als Erfinder des TPS (Total Productive Maintenance, umfassende Produktive Instandhaltung) und der kontinuierlichen Lösung der Problemursachen (genchi genbutsu).

 

Masaaki Imai fasste unter dem Begriff KAIZEN (ständige Verbesserung) in Japan entwickelte Managementphilosophien, Theorien und Werkzeuge zusammen und veröffentlichte diese 1986 in seinem gleichnamigen Buch.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich bei Toyota das TPS (Toyota Produktions-System), welches nicht als Werkzeugkasten zu verstehen ist, sondern ein Satz aus schlanken Instrumenten wie Just-in-Time, Zelle, 5S, Kanban, etc.

Alle Elemente sollen zu einem reibungslos funktionierenden Ganzen zusammenwirken.

 

Grundsätzlich zielt dieses System darauf ab, Menschen zu unterstützen und zu ermuntern, die Prozesse, in denen und mit denen sie arbeiten, kontinuierlich zu verbessern.

 

Heute wird dies alles unter dem Begriff Lean (Lean Management) verstanden und das enthaltene Streben in 5 Prinzipien zusammengefasst:

  1. Definiere den Wert aus Kundensicht.
  2. Identifiziere den (gesamten) Wertstrom.
  3. Bringe den Wert zum fließen (Fluss).
  4. Produziere nur das, was benötigt wird (Pull).
  5. Produziere in hoher Qualität, was der Kunde möchte, wann er es möchte, zu einem fairen Preis und bei minimaler Verschwendung (Perfektion).
TPS_System